Deponie-Auswirkungen

Hier zeigen wir die zu erwartenden Auswirkungen der Deponie nach Ortschaft auf.

Als Referenz- Grundlage zur Beurteilung nehmen wir ähnliche Anlagen, wenn möglich des gleichen Betreibers (Toggenburger). Wir beschränken uns auf die direkten Auswirkungen auf die Bewohner der betroffenen Ortschaften.

Weitere Auswirkungen auf die Umwelt müsste der Betreiber in einem Umweltverträglichkeitsverfahren (wo sind diese Unterlagen, Herr Toggenburger und Frau Wiesmann?) darlegen und würde den Rahmen hier sprengen.

Wigoltingen

Vielleicht denken sich die Wigoltinger, den Verkehr und Lärm betrifft nur die anderen Gemeinden weil wir höher liegen und die Haupt-Routen über die anderen Gemeinde führen? Falsch gedacht, weil die Höhenlage keinen Einfluss auf Auswirkungen von Staub und Lärm hat. Die Neftenbacher Nachbarn liegen genauso höher der Toggenburger Anlagen wie auch entfernt (500-1500 Meter): Die Wigoltinger im Norden wie auch Osten mit direktem Sichtkontakt auf den hohen Deponiehügel werden ganz klar stark vom pulsierenden Lärm der Deponie mitbekommen wie auch bei entsprechenden Wind eine Prise Staub. Auch nicht klar ist, wo genau die Zufahrt zu liegen kommt (ev. auch Lamperswilerstrasse?). Auf jeden Fall ist auch in Wigoltingen mit zusätzlichem Lastwagenverkehr zu rechnen da die Route genauso schnell wie über Müllheim oder Märstetten ist. Ganz sicher, wenn eine der regelmässigen Baustellen auf einer der beiden Haupt-Routen (?) stattfinden werden die Lastwagen durch Wigoltingen ausweichen (kann ja nicht verboten werden). Und dies ist doch ein regelmäßiger hoher Anteil vom Jahr wenn man beide Routen (Märstetten und Müllheim) berücksichtigt.

Müllheim

Beurteilung ist am laufen.

Weinfelden

Der gesamte Lastwagenverkehr von Weinfelden mit der Kehrichtschlacke ab KVA wird durch Weinfelden fahren. Die KVA plant mit der Erweiterung eine Kapazitätserhöhung von 150’000 auf 300’000 Tonnen was 100-150’000 Tonnen Schlacke je Jahr ergibt welche per Lastwagen in die Toggenburger Deponie müsste. Aktuell (gemäss Richtplan was ja geändert werden soll, Lastwagen statt Bahn…) müsste die Schlacke auf der Bahn entsorgt werden (wenn sich die KVA an die Auflagen halten würde…).

Märstetten

Der gesamte Lastwagenverkehr von Weinfelden mit der Kehrichtschlacke ab KVA wird durch Märstetten fahren. Die KVA plant mit der Erweiterung eine Kapazitätserhöhung von 150’000 auf 300’000 Tonnen was 100-150’000 Tonnen Schlacke je Jahr ergibt welche per Lastwagen in die Toggenburger Deponie müsste.

Etwa so hoch soll der Hügel werden

Wagerswil

Lärm und Staub: Der Westen von Wagerswil wird sehr stark betroffen sein (Immobilienwerte ca. 20-40% weniger), der Osten etwas schwächer. Während dem Betrieb der Deponie von Mo-Sa und teilweise ev. in der Nacht können weder Fenster geöffnet noch die Aussenplätze zum verweilen genutzt werden. Die Lärm- und Staubbelastung wird zu gross sein (Nachbarn vom Tollenmatt in Frauenfeld fragen).

Verkehr: Der gesamte Lastwagenverkehr wird durch Wagerswil brummen wie auch tangieren (je nach Zufahrt). Es gibt keine Möglichkeit Wagerswil genügend weit zu umfahren weshalb die Projektverfasser die Fahrrouten bewusst nicht öffentlich machen. Die Verkehrsbelastung mit Lastwagen wird massiv sein; zudem kommen diese direkt von der Deponie und bringen entsprechend viel Dreck, welcher dann in Staub mündet, mit.

Wagerswil ist der am meisten betroffene Ort.

in der Mitte der geplanten Deponie

Engwang

Entgegen der Behauptungen von Toggenburger wird die Deponie nicht in einer Senke verschwinden (die Senke ist minim und bringt daher rein gar nichts, sondern bewirkt sogar das Gegenteil: Um genügend Volumen zu erhalten wird noch höher geschüttet) sondern weit in die Landschaft ragen. Davon wird der nördliche Teil von Engwang stark von Staub und Lärm und der südliche Teil mittelstark betroffen sein. Mit einem Abstand von ca.400 Meter zur Deponie werden während den Betriebszeiten von Mo-Sa die Aussenplätze zum Verweilen kaum mehr nutzbar sein.

Egelshofen

Der gesamte Lastwagenverkehr von Weinfelden mit der Kehrichtschlacke ab KVA wird durch Egelshofen fahren. Die KVA plant mit der Erweiterung eine Kapazitätserhöhung von 150’000 auf 300’000 Tonnen was 100-150’000 Tonnen Schlacke je Jahr ergibt welche per Lastwagen in die Toggenburger Deponie müsste. Der Deponiebetrieb wird gut hörbar (Lärm) und spürbar (Staub) sein.

Illhart

Beurteilung ist am laufen.

Hefenhausen

Beurteilung ist am laufen.

Lamperswil

Beurteilung ist am laufen.

Engwilen

Beurteilung ist am laufen.

Sonterswil

Beurteilung ist am laufen.

Hattenhausen

Beurteilung ist am laufen.

Raperswilen

Beurteilung ist am laufen.

Lipperswil

Beurteilung ist am laufen.

Golfplatz Lipperswil

Der südliche Teil des Golfplatzes (nur 50 Meter neben der Deponie, das ist nichts) wird von Mo-Sa kaum mehr brauchbar sein weil der pulsierende störende Lärm und auch der Staub der Deponie für die meisten Golfer inakzeptabel sein werden. Die meisten Golfer wollen in der Natur und nicht in einer (laufenden) Baustelle spielen, da helfen auch die paar Bäume nicht. Wie weit der nördliche Teil des Golfplatzes noch bespielbar sein wird (die gesamte Anlage inkl. Hotel liegen im einem Radius der Deponie von nur 600 Meter ==> und in direktem Sichtfeld was auch bedeutet, das Lärm und Staub direkt einwirken) ist schwer zu sagen. Sicher sind starke Beeinträchtigungen zu erwarten weil die Deponie zu nahe und zu hoch ist und der Betreiber an anderen Orten beweist, dass die Emissionen erheblich sein werden. Die Golf-Anlage inkl. Hotel wird einen massiven Image- und Wertverlust erfahren (s. Photo unten, wo man von der Höhe der Deponie aus den Park und das Hotel sieht = vom Park und Hotel sieht man auch die Deponie).

Conny Land

Im Bereich wo Rambazamba stattfindet wird der Lärm kaum stören. In ruhigen Bereichen jedoch schon. Es ist auch möglich, dass auf dem nahe-gelegenen Parkplatz ein sandiger Staubniederschlag (je nach Wind) auf den Autos stattfindet welcher bei Reinigung in einer Waschstrasse zu Schäden am Lack führen kann (Kratzer).

Lamperswil TG

Auswirkungen gemäss Standortbeurteilung vom Amt für Umwelt vom 29. Mai 2017

Die Herren Achim Kayser und Martin Eugster (aktueller Amtschef) haben am 29. Mai 2017 die möglichen Deponiestandorte im Thurgau in einer Nutzwertanalyse verglichen.

Dabei sind einige interessante Aussagen hervorzuheben, welche auch im eindeutigen Widerspruch zu den aktenkundigen Aussagen von Frau Wiesmann und Herrn Truls Toggenburger stehen:

  1. Frau Wiesmann behauptet, der Standort “oberes Schlatt” (Standort Toggenburger) sei insgesamt besser als “Schlatt Engwang” (Standort “Kanton TG”). Gemäss Afu-Analyse ist dem nicht so: Mit insgesamt 3.20 Punkten liegt “Schlatt Engwang” klar vor “oberes Schlatt” mit 3.04 Punkten.
  2. Frau Wiesmann behauptet, dass der Standort “oberes Schlatt” aus Umweltgründen besser sei als “Schlatt Engwang”. Gemäss Afu-Analyse ist dem nicht so: Mit 3.78 Punkten liegt “Schlatt Engwang” in Sachen Umwelt klar vor “oberes Schlatt” mit 3.61 Punkten.
  3. Herr Truls Toggenburger behauptet, dass sich “sein Standort oberes Schlatt” besser in die Landschaft einbettet weil es eine (wir sagen: lächerlich kleine) Mulde hätte. Gemäss Afu-Analyse ist dem überhaupt nicht so: Mit 3.70 Punkten liegt “Schlatt Engwang” in Sachen Siedlung/ Erholung massiv vor “oberes Schlatt” mit nur 2.30 (!) Punkten. Es ist sogar so, dass “oberes Schlatt” mit Abstand der schlechteste Standort aller geprüften Standorte in Sachen Siedlung/ Erholung ist! Dieser Punkt ist, neben dem Verkehr auf welchen wie weiter unten zu sprechen kommen, für die Bevölkerung der direkt spürbare und damit einer der wichtigsten. Warum behauptet Frau Wiesmann, dieser Standort sei besser, aus welcher Sicht findet diese Behauptung statt? Sicher nicht aus Sicht der regionalen Bevölkerung und der Anwohner und auch nicht aus Sicht des Berichts.
  4. Der Verkehr wird nicht offengelegt, kann aber von uns dargelegt und berechnet werden weil die die Umgebungsvariablen bekannt sind. Der Verkehr ist neben dem Punkt oben der weitere direkt spürbare Punkt für die regionale Bevölkerung. Aktuell muss gemäss gültigem Richtplan der grösste Teil der Transporte der KVA auf die Bahn. Das soll im neuen Richtplan gelockert werden, denn sonst käme eine Deponie ohne Bahnanschluss gar nicht in Frage weil eine Thurgauer Deponie dieser Klasse gesetzlich verpflichtet wird, KVA Schlacke zu entsorgen, und dies eben per Bahn. Die aktuellen KVA-Schlackenmengen sind bekannt, die Pläne zur Vergrösserung der KVA sind bekannt und die zukünftige Schlackenmenge kann daher berechnet werden. Wenn die zu transportierende Mengen bekannt sind, die Route (von Weinfelden nach Wigoltingen gibts keine grosse Auswahl) kann auch der Verkehr berechnet werden. Die Beurteilung für die Verkehrserschliessung vom Afu für die Deponie-Standorte (ja beide…) Wigoltingen sind, sorry für den Ausdruck, inkompetent und auf ungültiger rechtlicher Basis (aktuell ist Bahnanteil Pflicht… also eigentlich ein KILLERKRITERIUM für die Bewertung welches im Bericht nicht so berücksichtigt wurde. Hier wäre eine ANNAHME als solche zu deklarieren gewesen, alles andere ist nicht seriös und irreführend), erstellt worden. Es kann nicht sein, dass der Standort in Wigoltingen, der doppelt so weit weg von der KVA (=grundsätzlich schon doppelte Verkehrsbelastung in Sachen Schlackentransport welche die Hauptmenge darstellt= schon mal deswegen nur halb so gut) ist wie z.B. Kemmental und zudem noch über keinen Bahnanschluss verfügt und die Route durch zahlreiche Dörfer erfolgt, gleich gut bewertet werden (unter Verkehr/Groberschliessung wie auch Erschliessung des Berichts). Diese Spezialbereiche wie Verkehr hätte das Afu besser Fachleuten zur Beurteilung überlassen. Aber Herr Kayser vom Afu wird ja bekanntermassen seinem Namen gerne gerecht.

Nun kann man den Schluss ziehen, dass Herr Toggenburger gar keine andere Wahl hat als einen anderen Standort in Wigoltingen zu suchen weil der Standort “Schlatt Engwang” bereits im Eigentum des Kanton Thurgaus ist. Dass aber sein neuer Standort “oberes Schlatt” besser sein soll stimmt schlicht nicht sondern ist klar ein Vorwand um einen eigenen Standort, der nur und wirklich nur für die Winterthurer Unternehmung gut ist, zu lancieren (was er ja in der Presse nun auch zugegeben hat). Warum Frau Wiesmann diesen Vorwand entgegen dem Bericht vom Afu vom 29. Mai 2017 und wohl wider besseren Wissens (ihr ist sicher der Bericht vom Kanton bekannt) mit trägt ist für uns nicht nachvollziehbar… ev. persönliche Interessen? Sorry, Frau Wiesmann kommt vom Bau und kennt sich ja bestens aus… unwissend ist Frau Wiesmann sicher nicht.

Wenn wir die Nutzwertanalyse vom Afu um die entdeckten “Fehler” korrigieren kommt “oberes Schlatt” als Deponiestandort gleich aus mehreren Gründen nicht mehr in Frage.